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Während in der Landwirtschaft die ebenen und fruchtbaren Flächen tendenziell intensiviert werden, werden steile und magere Flächen in der Regel eher zu extensiv bewirtschaftet. Grund dafür ist vor allem der Kostendruck in der Landwirtschaft. Aber es fehlt auch an geeigneten Maschinen, an geeigneten Tieren und an Helferinnen und Helfern. Dies führt dazu, dass viele dieser ökologisch oft wertvollen Flächen verganden, verbuschen oder sogar unwiderruflich zu Wald werden. So hat von 2005 bis 2017 die Fläche der Naturwiesen im Kanton Basel-Landschaft um 554 ha abgenommen, in der gleichen Zeit die Waldfläche jedoch um 143 ha zugenommen.

Um diese Entwicklung zu stoppen, werden auf dieser Seite biodiversitätsschonende Hangmäher sowie geeignete Weidetiere für den überbetrieblichen Einsatz angeboten. Da moderne Balkenmäher sehr leistungsfähig sind, können diese auch auf ebenen Flächen effizient eingesetzt werden und brauchen den Vergleich mit Kreiselmähern nicht mehr zu fürchten.

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Anbieter

Anbieter bieten entweder Lohnarbeit an oder vermieten ihre Geräte. Es können auch geeignete Weidetiere, Maschinen zur Hecken- und Waldrandpflege und Pflegeeinsätze angeboten werden.
Bitte nehmen Sie mit den Anbietern direkt Kontakt auf und vereinbaren Sie die gewünschte Dienstleistung (Lohnarbeit oder Miete) sowie den Preis direkt.
Als Richtlinie empfehlen wir die Art-Maschinenkosten Datensammlung.
Änderungen und Ergänzungen bezüglich Anbietern und Vertreter melden Sie bitte an . Der Eintrag von Anbietern und Vertretungen ist kostenlos.

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Beweidung

verändert aus: Allegra Geissenpeter
(Leitfaden für die Aufwertung von brachliegenden Trockenstandorten durch Beweidung, Pro Natura 2016)

Ziegen

Ziegen eignen sich besonders gut zur Beweidung von verbuschten Flächen, da Gehölze ein wichtiger Bestandteil ihres Nahrungsspektrums sind. Sie verbeissen auch Nadelbäume und Dorngebüsche wie Brombeeren und Schwarzdorn. Bei längerer Beweidung sollte die Fläche neben Busch- und Strauchwerk mind. 30% Grasfläche bieten. Wegen ihres geringen Körpergewichts eignen sich Ziegen besonders zur Beweidung von steilen Hängen und Böschungen.
Um die Verbuschung zurückzudrängen, eignen sich die folgenden Pro-Specie-Rara-Rassen sehr gut: Stiefelgeiss, Capra Grigia, Pfauenziege, Bündner Strahlenziege, Nera Verzasca. Die Stiefelgeissen sind dabei besonders effizient, da sie nicht so grosse Euter haben – ein Vorteil für das Bewegen im Busch- und Astwerk. Ziegen schälen auch gerne Bäume und bringen sie so zum Absterben. Daher sollten uns wichtige Bäume geschützt werden.
Die Zäunung von Ziegenweiden ist aufwendig und dementsprechend kostspielig. Die Burenziege ist einfacher zu halten als andere Rassen und braucht weniger hohe Zäune.

Schafe

Schafe fressen sehr selektiv. Sie bevorzugen unter anderem Schmetterlingsblütler und junge Blätter, sind aber bei Gräsern wählerisch. Zudem verbeissen sie die Pflanzen sehr tief. Eine späte Bestossung oder eine intensive Beweidung mit Schafen kann deshalb zu einer Verarmung der Vegetation führen. Schafe halten sich bevorzugt am oberen Koppelrand auf. Bei übermässiger Bestossung kann es dort zur Schädigung der Pflanzendecke und zu Erosion kommen. Es braucht deshalb eine gute Führung, eventuell mit einer Koppelrotation.
Für die Beweidung verbuschter Flächen eignen sich anspruchslosere Fleischschafe wie das Walliser Schwarznasenschaf, das Bündner Oberländerschaf, das Spiegelschaf, das Walliser Landschaf «Roux du Valais» oder die Heidschnucke. Die letzten beiden Rassen verbeissen auch Gehölze und eignen sich deshalb gut zur Eindämmung der Verbuschung. Gewisse Robustrassen wie Skudden und Engadiner Schafe fressen gezielt die Rinde von Laubbäumen.
Die Zäunung von Schafweiden ist nicht ganz so aufwendig wie jene der Ziegenweiden.

Rinder

Rinder sind in ihrem Frassverhalten wenig selektiv, was für eine artenreiche Vegetation förderlich ist. Sie bewegen sich hangparallel, was wegen des Gewichts zu Trittwegen führen kann. Im steilen Gelände werden daher leichte, kleine Rassen oder Jungvieh eingesetzt.
Für die Offenhaltung von verbuschten Flächen eignen sich robuste, genügsame Rinderrassen (z.B. Schottische Hochlandrinder, Dexter, Hinterwälder, Galloway). Einige dieser Rassen fressen auch die Blätter gewisser Büsche. Allerdings können Rinder die Gehölze meist nicht allein in Schach halten, was eine mechanische Bekämpfung der Gehölze erforderlich macht.
Verglichen mit Ziegen und Schafen ist die Zäunung deutlich weniger aufwendig.

Mischweiden

Mit einer Mischweide kann die Komplementarität der verschiedenen Weidetiere optimal ausgenutzt werden.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Tiere für die Beweidung von verbuschten Flächen

Beweidung Stärken Schwächen
mit Ziegen
  • neigen zu Gehölzverbiss und eignen sich daher zur Öffnung von Flächen und zur Bekämpfung des Wiederaustriebs
  • erhöhen die Strukturvielfalt
  • aufwendige Betreuung
  • geringe Vermarktungsmöglichkeiten
mit Schafen
  • geeignet auf sehr steilen, schwer zugänglichen Flächen sowie an flachgründigen, ertragsarmen Standorten
  • selektiver Verbiss
  • für die Beweidung von Halbtrockenrasen wenig geeignet
mit Rindern
  • Fördern den Artenreichtum
  • ausgewogenes Verhältnis zwischen Gräsern, Klee und Kräutern
  • im steilen Gelände sind nur kleine, robuste Arten einsetzbar
  • verbeissen Gehölze weniger

Wichtig: Die Auswirkungen der Beweidung sind stark abhängig von der jeweiligen Tierrasse, der Tierhaltung, dem Weidesystem und dem Weidemanagement.

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Kontakt

Pro Natura Baselland
Postfach, Kasernenstrasse 24, 4410 Liestal
Urs Chrétien, Leiter Kulturlandaktion Hase & Co BL/SO
Tel. 061 923 86 68 - 
www.pronatura-bl.ch

 

Impressum

©2019 Pro Natura BL | Programmierung und Design: Rolf Cleis
Titelbild: © IG Kulturlandschaft
Diese Homepage wurde im Rahmen der Kulturlandaktion Hase& Co. Baselland/Solothurn der Pro Natura Sektionen Baselland und Solothurn erstellt. Eine Homepage für die Region Solothurn (www.hang-so.ch) ist vorgesehen.

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